Das Wachstum des Bewusstseins wird gewöhnlich als langsamer Vorgang betrachtet. Jedoch es kann wahrgenommen werden, wie das Bewusstsein sogar unter irdischen Verhältnissen sichtlich wächst. Sicherlich, auf der einen Seite erfordert solches Wachstum Anstrengung, auf der anderen einen unmittelbaren Kontakt mit dem Magneten eines bereits feurigen Bewusstseins. Man kann sich freuen, wenn jeder Fortschritt des Bewusstseins die früheren Aufspeicherungen des Geistes wieder belebt. Man kann sich freuen, wenn die Lebenssubstanz durch die Nähe eines entzündeten Herzens erneuert wird; jedoch man muss den Unterschied zwischen Bewusstseinserweiterung, Bewusstseinserleuchtung und niederem Psychismus erkennen. Uns gefällt es nicht, zu sehen, dass der Verkehr mit den niederen Sphären der Feinstofflichen Welt zunimmt. Man darf nicht vergessen, dass die niederen Wesenheiten, sogar neben der Gefahr dauernder Besessenheit, das Bewusstsein gleichsam lähmen können. Vom Niedersten geht nur Niederstes aus. Daher lasst uns erneut begreifen, warum das Streben des Herzens zum Höchsten so notwendig ist. Einfache Grundsätze dürfen nicht hochmütig verachtet werden; sie bezeugen in Einfachheit das Wesentlichste. Ist ein Krieger für die Schlacht bereit, prüft ihn sein Führer. Es ist daher besondere Vorsicht geboten, wenn Ich von jenem feinstofflichsten Element – dem Feuer – spreche. Man sollte Feuer nicht als chemische Formel verstehen. Man sollte seine völlige Unerklärbarkeit würdig verstehen. Bereits im Altertum können wir allerlei Beschreibungen über die Wesenszüge des Feuers finden: dass es alle Gegenstände durchdringt, dass alle Himmelskörper, ohne Ausnahme, vom Feuer durchdrungen sind. Auf diese Weise können wir diesem leuchtendsten Element nicht entrinnen; und es ist weise, ihm vorbereitet zu begegnen und zu wissen, dass die Erkenntnis höheren Feuers zum Überwinden der niederen Feuer dienlich ist.