Feurige Welt I, § 621

Mit Recht wünscht man zu wissen, wie sich die Übergänge in die verschiedenen Sphären vollziehen. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass reines AGNI (Geistfeuer/Begeisterung) der entscheidende Faktor ist. Wenn man einen Ballon nach und nach mit heißer Luft füllt, wird er entsprechend aufsteigen. Wenn der Ballon die heiße Luft nicht halten kann, wird er wieder sinken. Dies ist ein grobes Beispiel für jenes Prinzip, welches auch beim Übergang in die verschiedenen Sphären der Feinstofflichen Welt wirkt. Eine feinstoffliche Wesenheit kann, wenn ihr feuriger Kern entsprechend gefüllt ist, aus eigener Kraft aufsteigen. Das Feuer als Umwandler hilft, die neuen und höheren Bedingungen aufzunehmen. AGNI erleichtert das Verstehen der Sprache jener Sphäre, denn die Verständigung der Wesen untereinander verfeinert sich zunehmend mit dem Aufstieg. Selbstverständlich verlässt die hohe Führung die Stolpernden nicht, aber zur Aufnahme der Führung ist Hingabe nötig; so kann ein Wesen diese Leiter emporsteigen. Kein anderer Vergleich könnte den Aufstieg des Geistes besser erklären. Wird ein Wesen auf einer Stufe aufgehalten, so ist die Ursache auch in der Aura sichtbar. Wie viele Wanderer fanden sich unerwartet ein paar Stufen tiefer! Der Grund für solch ein Abgleiten ist gewöhnlich irgendeine irdische Erinnerung, welche Begierden hervorruft. Ein Führer berücksichtigt jedoch die erforderliche große Geduld, um Stolpernde zu schützen; nur sollte man diese kostbare Energie nicht zu oft in Anspruch nehmen. Ein Wesen, das die Ursache selbst herausfindet, steigt dadurch rascher auf. Wahrhaftig, der Aufstieg wird von der Freude über neue Kameraden begleitet, schließlich fällt die irdische Giftschlange ab und die schöpferischen Gedanken werden nicht länger von Strömen der Missgunst behindert. Man muss sich aber schon jetzt ein flexibles Bewusstsein aneignen. Ein starres Bewusstsein hemmt das Streben von AGNI. So wollen wir uns die Leiter des Aufstiegs klar und deutlich vorstellen.

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