Feurige Welt I, § 62

Feuer muss lebendig sein. Untätigkeit ist dem Feuer nicht eigen. Energie erzeugt Energien. Besonders schädlich ist es, den Menschen seiner gewohnten Arbeit zu berauben. Selbst durch einfachste Arbeit entwickelt der Mensch feurige Energie. Nimmt man ihm die Arbeit, so tritt unvermeidlich ein Kräfteverfall ein, mit anderen Worten: das Lebensfeuer in ihm erlischt. Die Meinung, der Mensch müsste im Alter nicht mehr arbeiten, ist falsch. Man verfällt nicht wegen der Zunahme an Jahren, sondern infolge Erlöschens des Feuers. Glaubt nicht, dass das Erlöschen der Feurigkeit der Hülle nicht schaden würde. Der Schaden entsteht gerade dadurch, dass eine von Feurigkeit erfüllte Hülle plötzlich nur noch dahinvegetiert. Das Dahinvegetieren des Lebens widerspricht dem Gesetz des Seins. Im Gegenteil, die menschliche Gesellschaft mus in allem, womit sie sich umgibt, eine Feurigkeit aufrechterhalten. Das Feuer der Druiden erinnerte an die Aufrechterhaltung des Lebensfeuers. Das Feuer darf nirgends, sogar nicht im Kleinsten, ausgelöscht werden. Deshalb zerstört den Festtag des Geistes nicht, auch wenn ihr seine Sprache nicht begreifen könnt. Was ihr heute nicht begreifen könnt, das wird euch morgen verständlich sein. Doch erloschenes Feuer kann nicht wieder die gleiche Anwendung finden.

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