Welches Verbrechen ist für die Monade des Verbrechers das vernichtendste? Natürlich der Verrat. Dieses Verbrechen ändert plötzlich den bereits errichteten Strom, und es erfolgt ein schrecklicher Rückschlag. Ein Verräter kann in der materiellen Welt nicht lange leben, und in der Feinstofflichen Welt, wo er ganz ohne lebenspendende Energie ankommt, versinkt er ins Chaos und ist zur Zersetzung verurteilt. Verrat erfolgt nie impulsiv. Er wird immer vorsätzlich begangen, und auf diese Weise gestaltet sich das Schicksal des Verräters sehr schwierig. Man muss verstehen, dass die Rückkehr ins Chaos vor allem unbeschreiblich qualvoll ist. Zudem bleibt das Gefühl der ursprünglichen Saat zurück, und die Hoffnungslosigkeit auf eine baldige Wende erfordert unvorstellbaren Mut. Doch der Verräter ist bar jeden Mutes; er ist vor allem von Eigendünkel erfüllt. Daher sollten die Menschen gewarnt werden, dass Verrat auch vom physischen Standpunkt aus unduldbar ist. Ein Verräter verurteilt sich nicht nur selbst, sondern, da er feurige Stürme auslöst, steckt er im weiten Umkreis unermessliche Bereiche an. Man sollte nicht glauben, eine widernatürliche Handlung des Menschen löste keine Wirkung auf die Umgebung aus. Vor allem Kinder unter sieben Jahren können betroffen werden – bevor der Geist den ganzen Organismus in Besitz genommen hat. In dieser frühen Zeit sind die feurigen Stürme besonders gefährlich; sie bewirken bei jenen, die bereits unter der Last von schwerem Atavismus leiden, nervöse Herztätigkeit. Auf diese Weise verrät der Verräter nicht nur ein Individuum, sondern schändet gleichzeitig eine ganze Generation und wirkt sogar auf das Wohl eines ganzen Landes ein. Möge jeder, der über die Feurige Welt nachdachte, sich hüten, auch nur in Gedanken Verrat zu begehen! Verrat ist nicht unbedeutend, er ist ein großes Übel und ein Feind des Weltalls. Ein solches Übel ist an sich ein Hindernis für den Aufstieg.