Feurige Welt I, § 606

Wahrhaftig, man muss sich von Ichsucht befreien, um das strahlende Ego umzuwandeln und zu bestätigen. Ohne Furcht, verbrannt zu werden, kann das umgewandelte Ego dem Altar des Lichts dargeboten werden. Was unterliegt sonst der Verbrennung, als Ichsucht mit all ihrem Beiwerk? Infolge Mangel an AGNI entwickelt sich Ichsucht wie ein bösartiges Krebsgeschwür. Vergessen wir nicht, dass Ichsucht fleischliche Lüste herbeizieht und, von ihnen erfüllt, Böses hervorbringt. Um die Lockspeise Ichsucht scharen sich die Einflüsse der Familie, der Sippe und des Volkes. Die ganzen Ablagerungen der physischen und der Feinstofflichen Welt suchen Ichsucht zu umgarnen; jedoch solch ein zottiges Knäuel ziemt der Feurigen Welt nicht. Doch das gestählte und bewusst feurige Ego betritt die Feurige Welt als willkommener Gast. So lasst uns all das erkennen, was der Höheren Welt ziemt. Betrachten wir diese Anziehung zur Höheren Welt nicht als Heldentat. Sie ist bloß eine leuchtende Pflicht. Es ziemt nicht, die ausersehene Bestimmung für eine einmalige Heldentat zu halten. Die Menschen sollten sich an die Umwandlung des Herzens gewöhnen, an einen seit langem geoffenbarten Pfad.

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