Feurige Welt I, § 602

AHAMKARA ist jener hohe Zustand des feurigen Samenkorns, in dem es sich bereits durch Selbstlosigkeit behaupten kann. So werden die Feurigen Tore erschlossen, wenn nicht allein die Ichsucht verbrannt, sondern auch eine würdige Erhebung des Selbst erreicht ist. Nur dann kann der Geist wirklich sein einziges Erbe dem Altar des Lichts darbieten. Wo aber blieben auf dieser langen Wanderung die Feinde, die durch ihre Zwietracht solche Pein zufügten? Sobald sich Finsternis ihrer Besitzungen bemächtigt, werden die zum Aufstieg fähigen Zurückgebliebenen nach Strahlen unterteilt. Auf diese Weise schwinden die Zwietracht und das Feindschaftsgefühl. Die Geister sammeln sich und steigen gleich Wellen harmonischen Lichts auf in die allumfassende Wohnstätte. Auf diese Weise wird die für die Menschen höchst unbegreifliche Frage über die Einheit der Samenkörner des Lichts im Aufstieg zur Höheren Welt geklärt. Die in der irdischen Welt so unlösliche Feindschaft zerfällt in den verklärten Ätherstrahlen von selbst. Nicht erst in den höheren Sphären der Feinstofflichen Welt, sondern schon in den Zwischenbereichen welkt das Feindschaftsgefühl aufgrund der Sinnlosigkeit dahin. Man muss diese Gesetze der Strahlungsstreuung verstehen. Allein die Erkenntnis dieser Gesetze wird auch im Diesseits die Bosheit des Feindes mildern. Vergessen wir auch nicht, dass Feindschaft den Organismus aus dem Gleichgewicht bringt und ihn als Beute verschiedenen Krankheiten und Besessenheiten preisgibt. Deshalb rate Ich, über Feindschaft vom Standpunkt der Verhütung her nachzudenken. Warum sollte man krank sein, andere anstecken und eine Beute von Anwandlungen des Wahnsinns werden, wenn eine einzige Anstrengung des Geistes die Unverletzlichkeit des Organismus bewahrt.

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