Feurige Welt I, § 595

Sogar Pflanzen und Bäume beeinflussen einander. Jeder Gärtner kennt diese Wechselwirkung; er weiß, wo gemeinsame Freunde und wo Feinde wachsen. Doch wie ausgeprägter müssen diese Wechselwirkungen dann im Tierreich und gar unter den Menschen sein! In einem gewöhnlichen Tischgespräch kann das erfahrene Auge einer Gastgeberin dieses gegenseitige Anziehen oder Abstoßen erkennen. Das feurige Herz wird solche Wechselwirkungen weit deutlicher spüren, aber diese Erscheinungen sollten beachtet werden. Es genügt nicht, sie zu empfinden, sie müssen dem Bewusstsein übertragen werden, um sie letztlich zum Guten zu nutzen. Die Fähigkeit, Gefühle ins Bewusstsein zu übertragen, wird durch Erfahrung erworben. Für einen bewussten Versuch sollte ein Gedanke in diese Richtung vorausgeschickt werden. Durch einfaches Denken wird dem Bewusstsein vieles eingeprägt. Auch die Natur sollte uns eine Führerin sein. Erinnert der Purpur der Knospe nicht an das purpurne Sperrnetz der Aura? So kann man in Farbe und Ton große Ähnlichkeiten mit den Lebensgrundlagen erblicken.

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