Feurige Welt I, § 563

Heute ist ein schwieriger Tag, deshalb werde Ich eine Geschichte erzählen: ‘Ein Dämon wollte eine fromme Frau verführen. Als Sadhu verkleidet betrat er ihre Hütte, einen Rosenkranz haltend. Er bat um Obdach, und die Frau lud ihn nicht nur ein zu bleiben, sondern trug ihm Speisen auf und bat ihn, mit ihr zu beten. Um schneller ans Ziel zu gelangen, beschloss der Dämon auf alle ihre Bitten einzugehen. Sie begannen zu beten. Dann bat ihn die Frau, ihr vom Leben der Heiligen zu erzählen, und der Dämon begann wie die besten Sadhus zu berichten. Die Frau geriet in solch eine Ekstase, dass sie die ganze Hütte und selbst den Dämon mit Weihwasser besprengte. Dann schlug sie dem Dämon vor, gemeinsam Prana-Yama zu üben, und sie entwickelte allmählich solch eine Macht, dass der Dämon schließlich unfähig war, die Hütte zu verlassen. Er blieb, um der frommen Frau zu dienen und die besten Gebete zu lernen. Ein Rischi, der an der Hütte vorbeikam, bemerkte den betenden Dämon und schloss sich ihm im Lobgesang zu Brahma an. So saßen sie alle drei am Herd und sangen die besten Gebete. Auf diese Weise veranlasste eine einfache Frau durch ihre Hingabe einen Dämon und einen Rischi zu gemeinsamer Lobpreisung. Doch in der Höchsten Wohnstätte löste dieses Zusammenwirken nicht etwa Entsetzen, sondern ein Lächeln aus. Auf diese Weise wurde sogar ein Dämon veranlasst, am Gebet teilzunehmen.’

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