Ein nachdenklicher Arzt könnte in bezug auf feurige Krankheiten die Frage stellen, ‘ob man sie als ganz eigene Krankheiten bezeichnet, oder ob sie unter den meisten Krankheiten verbreitet sind?’ Letzteres kommt der Wahrheit näher. Feuer kann alle Krankheiten verschlimmern, weshalb man dem Zustand feurigen Strebens große Beachtung schenken sollte. Außerdem muss daran erinnert werden, dass eine feurige Erscheinung nicht bloß durch Wasser oder Kälte gelindert werden kann, sondern eher durch die dem Feuer überall widerstehende psychische Energie. Diese Energie, als eine Art Feuerverdichtung, kann das überschüssige Feuer aufsaugen. Daher wende man die Aufmerksamkeit wieder der psychischen Energie zu, wenn wir über das Herz, die Feurige Welt und unsere Bestätigung vom Vorhandensein der Feinstofflichen Welt sprechen. Lest ihr vom verzehrenden inneren Feuer, so denkt an die Wirkung der psychischen Energie. Sie kann auf dreierlei Weise in Erscheinung treten: durch Autosuggestion, physische Untätigkeit, oder die höchste Wirkung auf Entfernung. Jedoch die Ärzte übersehen oft, dass nicht die Arznei, sondern irgendein äußerer Umstand hilft. Wir erinnern an einen bemerkenswerten Fall, wo ein Arzt über mächtige psychische Energie verfügte, jedoch alle seine Erfolge hartnäckig der Medizin zuschrieb. Es lässt sich leicht ermessen, wie sehr sich solche Erfolge vermehren würden, wenn der Arzt begreifen würde, worin seine Kraft besteht. Nur verwechselt Herzenergie nicht mit äußerem Magnetismus und sogenannter Hypnose. Diese beiden Erscheinungen sind künstlich und deshalb vorübergehend. Die Herzenergie wird nicht gewaltsam angewendet, sondern muss durch Kontakt mit dem Strom übertragen werden. Gelänge es dem Arzt und dem Patienten, vor allen physischen Mitteln, ihre Herzenergie gleichzeitig hervorzurufen, die Wirkung würde in vielen Fällen sofort einsetzen und einen Heilerfolg bewirken.