Feurige Welt I, § 5

Wenn wir über nichtversengendes Feuer sprechen, darf nicht vergessen werden, dass es auch versengen kann. Wenn eine Nonne stöhnt: ‘Ich brenne, ich brenne!’, weiß kein Arzt wie Erleichterung zu bringen wäre. Man versucht gar kaltes Wasser anzuwenden und vergisst, dass auch brennendes Öl nicht mit Wasser gelöscht werden kann. Feuer kann nur mit Feuer beruhigt werden oder anders ausgedrückt, mit der Energie des Herzens, welche nur auf magnetische Art ausgestrahlt werden kann. Wir behandeln derartige Brände mit einer Ausstrahlung, solche Brände können in den verschiedenen Zentren auflodern. Die Hauptgefahr besteht gewiss nahe dem Herzen, dem Sonnengeflechtund dem Kehlkopf. Diese Zentren können unerwartet auflodern, da sie die größte Synthese aufweisen. Wer wenigstens einmal das innere Feuer erlebt hat, versteht die Gefahr eines Zentrenbrandes. Er kann sich vorstellen, welch qualvolles Leiden auszustehen wäre, wenn die Feuer durchbrechen. Meist ist der Mensch nicht der Auslöser, es sei denn durch Gereiztheit. Oft aber brechen die Feuer durch äußere Einwirkungen aus; in einem verfeinerten Zustand des Organismus kann dies sogar kosmische Ursachen haben. Überanstrengung des Herzens eröffnet dem Feind die Tore. Das schöpferische Feuer kann auch in zerstörendes verwandelt werden. Man muss sich selbst beobachten, da Brände in kleinen Ausmaßen beginnen. Man muss auch beachten, dass die Anwendung der feurigen Energie behutsam erfolgen muss. Auch der Schaden, der durch unbegründete Verwendung der feurigen Energie anderer entsteht, ist groß. Ein Archat darf daher niemals ein Vampir sein – dies ist Grundlage des Lebens. Diese Grundlage ewigen Gebens ist weise eingerichtet. Es scheint zwar, als hätte Opfer nichts mit Feuer zu tun, dennoch ist in allen Überlieferungen von feuriger Aufopferung die Rede.

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