Wegen der reinigenden Wirkung atmen manche Yogis Feuer ein. Das darf nicht wörtlich verstanden werden. Man kann Flammen nicht einatmen, aber feurige Ausstrahlungen sind nützlich. Für solches Einatmen wählt ein Yogi einen stillen Platz und nimmt eine aufrechte Haltung ein. Vor sich zündet der Yogi ein Feuer aus Zedernholz an; steht ihm kein Zedernholz zur Verfügung, nimmt er Balustengel – alles so geschichtet, dass der Rauch von ihm abzieht. Dann vollführt der Yogi das übliche Prana-Yama, darauf achtend, dass die Ausstrahlungen des Harzes seinen Atem erreichen. Die Übung bewirkt zweierlei: Erstens eine Reinigung des Körpers, zweitens das Stärken der Energie AGNI. Nichts dient dem Entfachen des AGNI so sehr wie die Eigenschaften des Deodar. Wie ihr wisst, können Insekten den starken Duft des Deodar-Harzes nicht aushalten. Ihr wisst auch, dass unvollkommene Wesenheiten sich dem Feuer dieses Holzes nicht nähern können. Deodare lieben gewöhnlich einen vulkanischen Boden, auf diese Weise zeigt sich eine bedeutende Verwandtschaft. Der vulkanische Boden mit seiner Vegetation sollte allgemein erforscht werden. Von den Yogis wird nicht nur das Einatmen von Feuer praktiziert, sie schlafen sogar auf Deodar-Brettern, so dass das Rückgrat mit dem Herzen des Holzes in Berührung kommt. Verschiedene Berichte aus dem Altertum weisen darauf hin, wie eifrig die Menschen nach dem feurigen Element suchten. Es sind Experimente notwendig, um den Wert von Deodar zu verstehen. Man sollte auch an die Bedeutung des Feuers erinnern, um den vulkanischen Boden zu verstehen. In Südindien wurde zum feurigen Inhalieren auch Sandelholz verwendet.