Feurige Welt I, § 419

Die Vergeistigung des Gedankens ist wirklich eine feurige Eigenschaft. Sie gleicht dem Stählen einer für den Kampf gebrauchten Klinge. Es ist eine Sache, einen flüchtigen Gedanken wahrzunehmen, der obwohl nützlich, das Bewusstsein nur streift und im Raum schnell zerstreut wird. Aber es hat eine weit tiefere Bedeutung, wenn der Gedanke vom Herzen fest erfasst wird. Man kann diesen Vorgang sogar von rein physischem Gesichtspunkt her betrachten. Deshalb ist es nützlich, sich beim Empfang eines Gedankens folgenden Befehl zu erteilen: ‘Ich will diesen Gedanken meinem Herzen übertragen!’ Dieser Rat wird dem Anfänger im Denken viel Disziplin verleihen. Zudem bleibt alles, was immer im Herzen bewusst verwahrt wird, im Kelch.

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