Der Große Architekt baut ewiglich. Es ist töricht, anzunehmen, gewisse Teile des Weltalls wären vollendet und verharrten in einem statischen Zustand. Der Ausdruck Evolution wird viel gebraucht, aber die Menschen haben in Wirklichkeit von diesem Prozess absolut keine Vorstellung. Es hat viele Argumente über die gesellschaftliche Struktur gegeben, aber immer hat man vermutet, die menschliche Gesellschaft bestehe aus etwas Unbeweglichem und Endgültigem. Die Legenden von der Sintflut und der Eiszeit werden fast bloß symbolisch betrachtet; und es ist unschicklich, gar von Atlantis zu sprechen, trotz der Zeugnisse der griechischen Schriftsteller. Man kann sehen, wie das menschliche Bewusstsein allem ausweicht, was seinen geschaffenen Komfort bedroht. Gleicherweise wird der Begriff Evolution in eine Abstraktion gekehrt, um das Bewusstsein des versteinerten Herzens nicht im geringsten zu stören. Aber erweckt das Himmelsgewölbe nicht Gedanken an ewige Bewegung? Nur durch solch evolutionäre Vorstellungen vermag man die Schönheit der irdischen Pilgerfahrt, als den Aufenthalt zum Aufstieg, in sich aufzunehmen. Die Kürze des Pfades sollte einen nicht stören, im Gegenteil, sie sollte wie der Umlauf der Sonne Freude bereiten. Es ist dringend notwendig, zu erklären, wie sehr Evolution unaufhörlich in den Händen des Großen Architekten des Weltalls ruht. Man sollte fühlen, dass sich der Planet im Raume befindet, genauso wie die Seeleute wissen, dass sich der riesige Ozean unter ihrem Schiff befindet. Zuerst erschreckt es die Seeleute, dass sie über dem Abgrund schweben, doch Wirklichkeit und Erfahrung gewöhnen sie an die Wahrheit. Jeder Bewohner des Planeten befindet sich auf dem gleichen Schiff – unter ihm ist der Abgrund. Die Seeleute können sich auf ihr Schiff und die wissenschaftlichen Berechnungen nicht völlig verlassen; wäre dem so, gäbe es keine Schiffbrüche. Die Astronomie kennt einige Himmelskörper, aber sie kennt den Ausgangspunkt der Kometen nicht und sieht die gigantischen Meteore nicht voraus. Erst wenn sie erscheinen, werden die Menschen in Kenntnis gesetzt. Manchmal wird die Zerstörung ganzer Welten bemerkt, jedoch es geschieht öfter, ohne Aufmerksamkeit zu erwecken. Die Astronomie ist ein Nachtwächter! Aber wie steht es mit den Ereignissen am Tage? So bemerken wir nur annähernd die Hälfte des Sichtbaren. So viel Unverhofftes bleibt dem schlafenden Herzen verborgen!