Sehr oft erhob sich die Frage, welcher Gedanke wirksamer sei, der stille oder der ausgesprochene. Es mag tatsächlich scheinen, als könnte die Anwendung mündlicher Formeln Kraft verleihen. Durch Äußerlichkeiten beeindruckte Menschen stellen sich vor, dass ein Wortgefüge die Wirksamkeit des Gedankens verstärkt. Dies ist jedoch nur Herkömmlichkeit, und Wörter werden der Sache nicht dienen. Der wortlose Gedanke ist weit mächtiger, er bekundet einen reinen Feuergrad. Man kann beobachten, dass ein unausgesprochener Gedanke von dem durch die Sprache befangenen Zustand völlig freibleibt. Er nähert sich der feurigen Sprache und vermehrt so seine Kraft. Wir senden feurige Gedanken, sie werden feurig verstanden. Dieses Verstehen kann Gefühlswissen genannt, sein Ursprung aber kann als die Sprache des Feuers bezeichnet werden. Wir empfangen ein sogenanntes Funktelegramm aus der Feinstofflichen Welt, aber aus ihren höheren, feurigen Sphären. Die Feurige Welt ist hauptsächlich in uns selbst, wenn wir nur ihre Wohnstatt kennen! So sollte man, wenn man zweifelt, ob man mit der Feurigen Welt verbunden sein kann, überall an ihr Vorhandensein denken. Jedoch der Strom muss über das Herz und nicht über das Gehirn hergestellt werden. Man kann dauernd mit der Feinstofflichen Welt Verbindung aufnehmen, aber die Feurige Welt erfordert eine besonders gute Geistesverfassung. Wörtliche Hüllen werden uns der Feurigen Welt eher entfremden als uns an sie heranbringen.