Feurige Welt I, § 335

Das Erkennen der Zukunft ist keine Zauberei und das Verstehen des Unvermeidlichen ist keine Magie! Jede Religion, als Bindeglied zum Höchsten, beschreibt den außergewöhnlichen Übergang in die Feinstoffliche Welt. Das irdische Bewusstsein behält alle Empfindungen bei, die man in umgewandelter Form in der Feinstofflichen Welt wieder vorfindet. Der Augenblick des Übergangs in die Feinstoffliche Welt wird von einem Schwindelgefühl begleitet, wie bei einer Ohnmacht, oder am Beginn eines epileptischen Anfalls. Die dann folgenden Empfindungen hängen ganz von der Vorbereitung des Bewusstseins oder richtiger gesagt vom feurigen Ego ab. Ist das Bewusstsein betrübt oder finster, so können die Sinne im neuen Zustand nicht entfaltet werden. In diesem Fall tritt eine Art Bewusstlosigkeit oder schlaftrunkenes Umherirren ein. Dieser Zustand ist unangenehm. Ich meine hier allerdings nicht den finsteren Zustand der Verbrecher und der moralisch Entarteten – der Zustand ihrer Qualen ist unbeschreiblich! Wir wollen jedoch von den leuchtenden Möglichkeiten sprechen. Wenn das Geistfeuer Agni bei Lebzeiten erweckt wurde, entweder durch Wissen oder feinfühlende Heldentaten, so vollzieht sich die große Transmutation sofort beim Übergang. Wie ein wahrhaftes Licht weist Agni die Richtung, es trägt uns empor in die vorherbestimmte Sphäre. Auch wenn es im irdischen Leben unsichtbar ist, so ist Agni in der Feinstofflichen Welt das leitende Prinzip. Es erleuchtet nicht nur den Weg in der Feinstofflichen Welt, sondern ist auch die Verbindung zu Feurigen Wesen. Ohne Agni kann man das Licht der Feurigen Welt nicht aufnehmen und sich ihr nicht anschließen. Ohne dieses Feuer sind die Umherirrenden geistig blind. Wir sehen aufgrund der Feurigkeit und erheben uns aufgrund der Feurigkeit. Es gibt keine anderen Antriebskräfte, gesegnet sind jene, die das erkannt haben!

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