Feurige Welt I, § 320

Millefolium oder ‘Tausendblätter’ war der alte Name für einen Absud aus wilden Feldkräutern. Seine Bedeutung lag im Glauben, die Feldflora an sich sei schon ein umfassendes Allheilmittel. Gewiss, solch eine Verbindung von Pflanzenkräften ist sehr beachtenswert; denn wer sonst als die Natur kann besser harmonische Nachbarn zusammenstellen! Das Maß und die Anwendung liegen in den Händen des Menschen. Wahrlich, jede Symphonie der Pflanzenwelt erstaunt einen durch ihre Übereinstimmung. Die Schöpferkraft ist reich, sowohl äußerlich als auch innerlich, aber in der Regel verletzen die Menschen brutal diesen kostbaren Schleier der MUTTER DER WELT . Der Ausplünderung wegen ziehen sie das knochige Grinsen des Totenschädels im Sand vor. Politische Wirtschaftlichkeit sollte auf dem Verstehen der Naturschätze und ihrer weisen Nutzung beruhen, sonst wird der Staat auf Sand bauen. So kann man in allem den goldenen Mittelweg, den wahren Pfad der Gerechtigkeit, studieren. Die Menschen sind selbst entsetzt, wenn die Fundamente bersten. Sie werden durch Albinos aufgeschreckt, jedoch das ist nur eine Verletzung des feurigen Prinzips. Man kann Zeuge ähnlicher Zerstörungen in allen Naturreichen sein. Sie sind nicht nur eine Abscheulichkeit, sondern auch ansteckend und schaden einander. Man muss dauernd medizinischen Rat einholen, aber ist nicht das feurige Element eine mächtige Heilkraft? Feuer ist die Bestätigung des Lebens.

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