Feurige Welt I, § 32

Für ein feinfühliges Herz ist es schwierig, in den niederen Schichten zu leben. Bis zu einem gewissen Grad erweisen sich die Höhen als hilfreich; doch das zwischenzeitliche Losreißen des Herzens von seiner feurigen Heimat währt dennoch zu lange. Doch diese verunreinigten Schichten müsste es nicht geben – die Menschen schufen sie; daher müssen sie bestrebt sein, sie zu reinigen. Künstliches Ozon ist von geringer Hilfe. Prana wird vom höchsten Feuer gereinigt, und nur diese Eigenschaft macht es schöpferisch. Jedoch bemüht euch, sogar in den Ebenen, sogar auf den Stadtplätzen, so tief als möglich einzuatmen, bevor ihr einen Entschluss fasst. Vielleicht wird euch bei diesem Einatmen über alle Schranken hinweg ein Pranateilchen der Segnung erreichen. So wollen wir nirgends verzweifeln, sondern überall eine letzte Anstrengung unternehmen. Man kann beobachten, dass aufrichtiges herzliches Einatmen einem anhaltenden Posaunenschall gleichkommt. So lasst uns nicht vergessen, dass die besten Erscheinungen des menschlichen Organismus nicht nur in ihren chemischen Reaktionen mächtig sind, sondern auch ihre psychische Kraft viele Schichten durchdringt. Lasst uns in keiner Weise den durch den Willen des reinen Herzens geschaffenen heiligen Mikrokosmos herabsetzen.

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