Feurige Welt I, § 295

Ihr wisst, dass bei Suggestion weder Handbewegungen ausgeführt werden sollten noch der Patient angestarrt werden soll. Im allgemeinen ist es nicht notwendig, dem Patienten gar in die Augen zu sehen; denn die Willensübertragung sollte von Herz zu Herz erfolgen. Erst nachher sollte man seinen Willen vom Zentrum aus in die nötige Richtung lenken. Für den unter Suggestion stehenden Patienten ist es absolut zwecklos zu wissen, was vor sich geht. Gewiss, die Vorbereitung zur Suggestion ruft oft unerwünschten Widerstand hervor. Außerdem, obwohl der Patient glaubt, er wäre bereit, sich der Behandlung zu unterziehen, wird sich sein Manas gegen das Eindringen sträuben. Je länger sich die Bewusstseine anpassen, umso wirksamer wird die Suggestion sein. Das Experiment sollte jedoch nicht im voraus bekanntgemacht werden; jede Heilung sollte unerwartet vor sich gehen. Doch die physischen Bedingungen müssen günstig sein. Die Temperatur sollte durchschnittlich, das heißt mäßig sein, damit weder Kälte noch Hitze zu Gereiztheit führen. Die Luft muss rein sein, und es ist ein leichter Duft von Rosen oder Eukalyptus im Raum zu empfehlen. Unauffällig sollte Vorsorge getroffen werden, dass sich der Patient möglichst bequem in einen Armstuhl lehnen kann. Ein Bett ist weniger geeignet. Alles Unvorhergesehene und Lärmende sollte ferngehalten werden, damit es zu keiner Erschütterung kommt. Man darf nicht vergessen, dass sich der feinstoffliche Körper während der Suggestion in einem Zustand außerordentlicher Anspannung befindet und den Körper zu verlassen sucht. Deshalb muss ihm dies äußerst vorsichtig verwehrt werden. Selbstverständlich dürfen die Befehle nicht mündlich, sondern nur gedanklich erteilt werden. Die Hypnotiseure des Westens lachen über die Idee, Befehle gedanklich zu erteilen; sie sind der Meinung, dass Worte und Finger den Willen beherrschen könnten. Doch lassen wir ihnen diesen westlichen Irrtum. Bei manchen primitiven Stämmen versetzte man dem Patienten mit einer Keule einen Schlag auf die Stirn. Solch ein Akt machte den Willen ebenfalls gefügig. Doch wo es die Lehre des Herzens und des Feuers gibt, muss es andere Methoden geben.

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