Feurige Welt I, § 105

Wer Gedankenschichten unterscheiden kann, der wird auch verschiedene Tätigkeitsarten wahrnehmen. Zuerst scheint die ganze Tätigkeit auf dem irdischen Plan vor sich zu gehen. Später, inmitten sogenannter Träume, trennt sich das Gefühlswissen ab, als wäre es eine unabhängige Tätigkeit, die nicht nur auf dem irdischen Plan vor sich geht. So kommt die erste Erkenntnis, dass andere Welten in unser Dasein treten. Dann können in vollem Wachzustand kurze Abwesenheiten beobachtet werden, die mit keinerlei Leiden in Zusammenhang stehen. Auf diese Weise lässt sich die Verbindung der Welten und unsere Teilnahme in ihnen noch gründlicher erforschen. Es fällt dem Bewusstsein nicht leicht, sich die unsichtbaren Welten vorzustellen; wegen unserer dichten Hülle erkennen wir nur schwer alle die Möglichkeiten, die außerhalb unseres Sehvermögens liegen. Man sollte sich daran gewöhnen, an die wirklich existierenden Welten in ihrer Ganzheit zu denken. Die Feinstoffliche Welt stellt nicht nur unseren Seinszustand dar, sondern sie ist an sich eine ganze Welt mit ihren eigenen Möglichkeiten und Hindernissen. Das Leben in der Feinstofflichen Welt ist von dem irdischen nicht weit entfernt, es verläuft jedoch auf einer anderen Ebene. Alles, was man sich erarbeitet hat, geht dort nicht verloren, im Gegenteil, die Früchte der Arbeit vermehren sich. Wenn es jedoch hier schwerfällt, ein klares Bewusstsein zu bewahren, so ist dies dort noch schwerer, weil man einer Menge Evolutionsordnungen begegnet, die uns neu sind. Daher muss man besonders das Gebot, ein klares Bewusstsein zu bewahren, beachten. Dies wird als wahre Synthese bezeichnet. Und wenn Bewusstsein für die Feinstoffliche Welt so sehr nötig ist, wie dringend nötig ist es dann für die Feurige Welt!

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