Feurige Welt I, § 102

Der Gedanke eignet in seiner Zeit- und Raumlosigkeit der Feinstofflichen Welt, doch auch in diesem Aufbau müssen noch unerforschte Möglichkeiten erkannt werden. Der feurige Gedanke dringt tiefer ein als jener der Feinstofflichen Welt; weshalb der feurige Gedanke die höhere Schaffenskraft wahrheitsgetreuer offenbart. Bei Aufmerksamkeit kann jeder diese zwei Gedankenschichten unterscheiden. Bei der gewohnten Denkrichtung wird uns oft ein Strom bewusst, ein sogenannter zweiter Gedanke, der den ersteren erhellt und verstärkt. Das ist keine Spaltung des Denkens, sondern im Gegenteil, es ist ein Zeichen dafür, dass innere Zentren mitzuwirken beginnen. Dieser flammende Prozess hat in der indischen Metaphysik eine besondere Bezeichnung, doch wir wollen auf dieser nicht beharren, denn es würde zu Streitgesprächen und westlichen Beweisführungen kommen. Derartige Streitgespräche sind nicht von Nutzen – alles, was notwendig ist, ist einfach an die Tatsache zu erinnern, dass Denken mit der Feurigen Welt zusammenhängt. Sogar Kinder rufen aus: ‘Es kam wie ein Blitz’ oder ‘Es dämmerte mir!.’ So werden die Augenblicke richtiger und plötzlicher Entscheidungen bezeichnet! Man denke daran, wie Madame Kowalewski mathematische Aufgaben löste. Solch feuriger Zustand ist für die Verbindung mit der Feurigen Welt charakteristisch. Ihr wisst, dass es über die feinstofflichen Gedanken hinaus tiefgründige Gedanken gibt, die manchmal von den Gedanken der Feinstofflichen Welt schwierig zu trennen sind. Beim gegenwärtigen Zustand unseres Planeten ist dies unmöglich. Allein die Erfahrung dieser zweifachen Gedankenrichtung sollte uns die Teilung der Welten bewusst werden lassen.

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