1924 – I – 9
Jetzt erwächst ein großes Verständnis für die enthüllte Lehre aus den Bergen. Lernet besitzen ohne Gefühl des Eigentums. Sicherlich ist es gut und richtig, Sachen zu haben, sie zu bewahren und mit einer wohlwollenden Aura zu verseh’n, mit dem Ziel, sie dann weiterzugeben. Die schöpferische Hand ist dort zu Hause, wo man nicht am Eigentum hängt und wo das Verbesserte und Vermehrte die Freude weiterträgt. Durch die gebende Hand bewahrt man sich fortwährend die Rechtfertigung für den Besitz. Wenn dies verstanden wird, sind selbst schwierigste Fragen lösbar. MEINE Worte sind an die ganze Welt gerichtet, denn das Verderben der Welt besteht vor allem im Hängen am Eigentum, doch Eigentum existiert nicht. Dies dem Volke beizubringen bedeutet, es von der Angst vor dem Altern zu befreien. Das Prinzip des Besitzens ohne Gefühl des Eigentums eröffnet uns einen Weg neben der üblichen Vererbung. Wer fähig ist zu verbessern, der möge auch besitzen. Dies betrifft Boden, Wälder und Gewässer. Das gleiche gilt für sämtliche technischen Errungenschaften und die verschiedenen Arten von Erfindungen. Man kann sich leicht vorstellen, wie das Schaffen des Volkes in Bewegung gerät, besonders wenn man weiß, dass nur im Geiste die beste Lösung gefunden werden kann. An die Quelle des Geistes richtet die Frage – Wie kann man etwas verbessern? Gerade das Schwert des Geistes überrascht mit pfiffiger Schlauheit. Wahrlich, es ist nützlich zu verbessern. Dieses Gesetz ist einfach, wie im Geiste alles einfach ist.