Erleuchtung, § 31

1923 – VIII – 1

Ich spreche von unbekannten Brücken und Toren: Auf dem Weg kommt man auch zu unbekannten Brücken – man soll sie eilig überschreiten, ohne hinunterzublicken, doch mit dem einen Wunsch, rasch das Ufer zu erreichen. Verweilt auch nicht vor unbekannten Toren, doch begehret Durchlass und lasst in eurer Ruh’ euch nicht stören, denn euer Weg ist festgelegt. Mit reinen Gedanken muss man die Poren vor schlechter Luft verschließen. Wenn ihr es schwer habt, wiederholet: Ich gehe dennoch in den herrlichen Garten, ohne die vorherbestimmten Tore zu fürchten. Wozu schwebt der Schild über mir? – Um mich zu schützen. Wenn neue Dämme sich erheben, werde ich sie überqueren, denn ich fürchte mich nicht!

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