Erleuchtung, § 283

1925 – II – 16

Die Schrecken der Neuen Morgendämmerung können jetzt bekanntgegeben werden. Schon verzehrt die Macht des Lichts die Finsternis. M. besitzt einen unerschütterlichen Geist. Mein Geist weiß, wie Macht geschmiedet wird. Ich schlage vor, Mich nicht anzubeten, sondern anzuruf’n. Meine Hand wird sich nicht scheuen, am Kampf teilzunehmen. Wie durchquerten Wir die Wüsten? Wie konnten Wir den schwarzen Pfeilen entkommen? Wie konnten Wir auf ungezähmten Pferden reiten? Wie konnten Wir mit dem Verräter in einem Zelt schlafen? Wie war es Uns möglich, dem Schicksal zu entkommen, als Wir dem Feuer des Steppengrases gegenüberstanden? Wie konnten Wir die Steine des Stromes überwinden? Wie konnten Wir in der Dunkelheit der Nacht den Weg finden? Wie konnten Wir unverständliche Wünsche begreifen? Wie konnten Wir den Pfad des Lebens erkennen? Wahrlich, nur durch Wachsamkeit des Geistes! Jede Minute sind Wir bereit, demjenigen das Brot des Lebens zu reichen, der den gleichen Pfad der Wachsamkeit des Geistes wählt. Mein Strahl kann die Taten des Geistes erleuchten. Auf Meinen Strahl reagieren solche Wesen, die sich in den schützenden Purpur der Tapferkeit gekleidet haben. Wo sich der staubige Schimmel der Angst zeigt, verwandelt sich das Schwert des Strahles in eine Geißel.

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