1924 – XII – 1
Wir wollen über den Herrscher Buddha sprechen. Die Menschen begreifen die Grundlagen der Lehre des Gesegneten nicht richtig. Die Grundlage ist Disziplin. Geistig und körperlich strebte der Mönch in der Gemeinschaft, um auf dem Pfad zu bleiben. Die ersten Jahre erduldete er schwere Prüfungen des Gehorsams. Es war ihm untersagt, sich durch asketische Übungen abzuhärten, doch war es ihm auferlegt, den Kampf allein auf den Grundlagen des Geistes zu führen. So streng lehrte Buddha seine Schüler. Wahrlich, nur am geistigen Kampf fanden sie ihre Freude, deshalb spricht man von den Dornen des Pfades. Erst als der Wille des Glaubenseifers löwenähnlich wurde und der silberne Zaum des Geistes in den Gefühlen des Schülers glänzte, lüftete der Herrscher den Schleier ein wenig und erteilte einen Auftrag. Erst dann wurde der Schüler allmählich in die Geheimnisse des Hohen Wissens eingeweiht.