Erleuchtung, § 211

1924 – VIII – 2

Nun will Ich über etwas sehr Wichtiges sprechen. Die erhebende Formel: ‘Der Wille deines Gottes geschehe‘ ist grundlegend für die neue Welt. Früher konnte man lesen: ‘Mein Geist hat nichts dagegen wenn dich dein Gott rettet.‘ Nun aber saget: ‘Mein Geist freut sich darüber, dass dich dein Gott rettet.‘ Die Rettung besteht gerade darin, dass Ich feierlich sage: ‘Es lebe dein Gott!‘ So sprecht mit allen, ihr müsst eure Götter anerkennen, nur auf diese Art könnt ihr zum Allseienden gelangen. Wo man anstoßen kann geht man vorsichtig vor, um keinen Anstoß zu erregen. Wo man nicht erhört wird, muss man sich dieses Ausspruchs ‘es lebe dein Gott‘ erinnern. Wo Materialismus herrscht, kann dieser nur überwunden werden, wenn der irdischen Materie die Erhabenheit des Kosmos gegenübergestellt wird. Hauptsache ist, nicht an irdischen Dingen zu hängen. Warum stieg Christus der Legende nach in die Hölle ab? Der Lehrer wandte sich an die niedersten Ebenen der astralen Welt und sprach: ‘Wozu durch ird’sche Gedanken sich ewiglich an die Erde binden?‘ Und viele fassten neuen Mut und erhoben sich. So suchet das Göttliche in jedem und zollt Ihm entsprechende Anerkennung. Man muss dies grundsätzlich verstehen, noch wichtiger ist es jedoch, im Geiste zu lächeln. Wenn das Schwierigste so einfach geworden ist wie das Fliegen für die Vögel, so kann man sogar Versteinerte in den Aufbau einbinden, sogar jeder kann zu einem Christus, zu einem Erbauer werden.

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