1924 – VI – 9
Die Finsternis kann man zerstreuen, wenn man die Richtung der Gedanken ändert. Nicht Worte, sondern Gedanken weben die Aura. Unsere Werke sind im geistigen und materiellen Sinn einträglich. Ich versichere, dass die Güte der Gedanken dafür von großer Bedeutung ist. Man soll die gute und nützliche Einheit unterstreichen. Wir wissen aber auch genau, was Dummheit ist. Natürlich findet bei einem großen Werk auch die Dummheit einen Platz, doch nicht im obersten Stockwerk. Leben kann jeder, doch die künftige Welt verlangt ein erleuchtetes Bewusstsein, das aber nicht durch Murmeln erhabener Aussprüche erlangt werden kann. Wir schätzen eine sachliche Geschäftsabrechnung mehr als leere Worte und höfliche Floskeln. Man muss an die Welt denken und brauchbare Gedanken zum Ausdruck bringen. Am Vorabend der Errichtung des Neuen Tempels muss man Findigkeit zeigen und die Menschen durch schnelle Auffassungsgabe in Staunen versetzen. Es ist unbequem, in Windeln zu gehen.