1924 – III – 7
Die Reinigung der Religionen setzt eine neue unmittelbare Beziehung zur geist’gen Welt voraus. Christus, Buddha und ihre engsten Mitarbeiter wandten keine magischen Formeln an, sondern wirkten und schufen in völliger Vereinigung mit dem Heiligen Geist. Deshalb müssen während des kommenden Evolutionsabschnittes die früheren, künstlichen Methoden unterlassen werden. Denkt an Ursache und Wirkung. Mechanische Yoga – Übungen sind für die Erneuerung der Welt unbrauchbar. Ein Lehrer, der lediglich unter einem Baum sitzt und Verbote erteilt, entspricht nicht mehr den Erfordernissen der Neuen Zeit. Woher nehmt ihr eure Energie und Überzeugung? Im Verein mit dem Großen Geist erkennen wir Ursachen und Motive und schaffen unverzüglich Folgen. Wir ruf’n Jene, die vor uns den erhabenen Pfad der Bewusstseinserweiterung und der Verantwortung gegangen sind. Unser Anruf erreicht Jene, die von Tausenden von Händen emporgehoben wurden. Weder Forderungen noch Schrecken sind notwendig, nur das Bewusstsein der Einheit bewegt die Massen. Indem wir das Beste wünschen, übernehmen wir das Erbe der Großen Segenspender des Heils. Wir öffnen das geistige Gefäß für den Empfang der segensreichen Hilfe, und nichts Übles wird an uns herankommen, denn wir wünschen nur das Gute, das vom Geist bestätigt wurde. Behutsam bewahren wir die alten Schriften, in denen wir die Quellen fanden. Durch eure Bereitschaft und Selbstverleugnung tretet ihr als Geschmähte und Verleumdete freudvoll, schweigsam und frohlockend, als Bringende und Schenkende, vom Licht der Sonne lernend, vor Uns hin. Als so geformte Schüler senden Wir euch in die Welt. In dieser Verfassung hat euer Geist den Auftrag angenommen. Weder aus einem Königreich noch aus den Gewölben der Alchimisten kommen wir und verwenden auch keine magischen Beschwörungen, sondern mitten aus dem Leben und fanden Euch, Ältere Brüder und Schwestern, um die von Euch bewahrten und von uns angehäuften Schätze in Empfang zu nehmen, denn wir gehen in den einfachen Tempel des Erhabenen Geistes. Und wir werden zu Euch zurückkehren, denn so wollt Ihr uns seh’n, und die Last, die Ihr uns auferlegtet, tragen wir als den Kelch der Unsterblichkeit.