Bruderschaft II, § 867

Urusvati weiß, welches das Wesen der Autosuggestion ist. Viele schätzen sie gering ein und verachten sie gar, doch wird eine richtig geübte Autosuggestion auf den irdischen wie überirdischen Wegen eine sichere Stütze sein. Der Mensch sollte verstehen, dass die Autosuggestion zum Guten und zum Gemeinwohl überirdische Hilfe herbeiruft. Sieg wird eintreten, wenn der Mensch sich selbst befahl zu siegen. Durch solch einen selbstbefohlenen Sieg wird der Weg verkürzt. Gleichfalls muss man wissen, dass der Mensch mit dem guten Befehl eine Schwingung schafft, die ihn mit den Höheren Kräften vereint. Doch auch solche einfachen Überlegungen sollten dem Bewusstsein mit allem Nachdruck eingeprägt werden. Der Mensch hat von der besten Gabe, dem freien Willen, eine nur verschwommene Vorstellung. Er weiß nicht, welche Verantwortung ihm dieses Vorrecht auferlegt. Wie soll er über den freien Willen verfügen, wenn er die Macht der Autosuggestion nicht versteht? Vor langem wurde gesagt, dass der Mensch sich vor allem selbst besiegen muss, doch was für ein Sieg wird dies sein, wenn der Mensch nicht in der Lage ist, vom Willen zum Guten erfüllt zu sein? Lasst uns daher daran denken, dass die Autosuggestion ein wissenschaftlicher Begriff ist. Jeder vermag in jedem beliebigen Zustand Autosuggestion in sich zu entwickeln, und die Bewohner der Überirdischen Welt werden jubeln, wenn sie eine solche Möglichkeit der Zusammenarbeit erblicken. Der Denker sprach: ‘Freund, zünde deine Öllampe an. Auf das Licht hin werden auch die erwünschten Gäste kommen.’

‹ § 866 · Inhaltsverzeichnis · § 868 ›