Bruderschaft II, § 860

Urusvati weiß, welches das Wesen der Bewusstseinserweiterung ist. Um diesen Begriff herum bestehen viel Zweifel und Unverständnis. Unerfahrene Forscher meinen, eine solche Erweiterung komme von außen und der glückliche Empfänger nähme das hohe Geschenk nur mit Dankbarkeit an. Solche Prüflinge vergessen das Gesetz des freien Willens. Sie werden bekümmert sein zu erfahren, dass die Bewusstseinserweiterung nicht von außen, sondern von innen kommt. Allein der feurige Magnet des Herzens, durch hohes Denken und Streben entflammt, zieht höhere Energien an. Die Macht der höheren Energien wandelt das Bewusstsein um und macht es für die Erkenntnis der Daseinsgesetze empfänglich. Die Menschen schätzen den Magneten des Herzens nicht und setzen damit ihre eigene Bedeutung herab. Man darf unmöglich davon ausgehen, die Höheren Kräfte würden den freien Willen zwingen. Im Gegenteil liegt die Schönheit darin, dass der Mensch der Urheber seines eigenen Aufstieges ist. Zusammenarbeit tritt jedoch in Abhängigkeit von der Kraft und der Reinheit seines Denkens ein. So bereitet der Mensch sich seine Situation in der Überirdischen Welt selbst. Der Lehrer erscheint in Übereinstimmung mit dem Denkniveau des Wanderers. Es wurde gesagt: ‘Wie soll man einen Ertrinkenden retten, wenn seine Kleidung daran hindert, seinen Körper zu ergreifen?’ Die in die Zukunft gerichtete Erweiterung des Bewusstseins ist besonders wichtig. Ein Mensch mit erweitertem Bewusstsein versteht die Vergangenheit als Übergang in die Zukunft. Der Denker sprach: ‘Strebt in die Zukunft, sie ruft euch.’

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