Urusvati weiß, wie untrennbar Biologie und Ethik sind. In fernen Zeiten stellten die Religionen starke Bindeglieder dar, die den Menschen zur Höheren Welt führten, doch später bauten sich im Umkreis der Religionen Verbrechen, Aberglaube und Heuchelei ein Nest. Die Menschen begannen darauf, viele vernunftbegründete Zugänge zur Überirdischen Welt zu suchen. Philosophische Erkenntnissuche und Wissenschaft zeigten Möglichkeiten der Annäherung an die Höhere Welt auf, doch begriffen die Denker auch, dass die Wissenschaft ohne ein ethisches Fundament eine tote Erscheinung bleiben würde. Wir müssen daher beständig daran gemahnen, dass die Wissenschaft ohne die Erkenntnis einer lebendigen Ethik nicht voranschreiten kann. Von den ersten Schuljahren an müssen bereits die Grundlagen der Biologie unterrichtet und die Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie im Leben anzuwenden sind. Vor einer Vertiefung in wissenschaftliche Formeln müssen feste Lebensgrundlagen vermittelt werden, nur dann lässt sich auch ein lebendiger Weg zu lebendigen Erfolgen finden. Wir lehnen nichts Nützliches ab. Die Fundamente wurden in vielfacher Wiederholung gegeben, ohne dass man sie sich jedoch bisher fest aneignete. Lasst uns daher die Erkenntnissuche begrüßen, doch ergänzen wir sie um den Begriff der Ethik. Macht euch die Tatsache zu eigen, dass ein unethischer Gelehrter kein Mitarbeiter der Evolution sein kann. Tiefgründige Denker werden auch Menschen mit einem hohen Ethikbewusstsein sein. Der Denker sprach: ‘Lehrer, weise mir den Weg der Schönheit des Geistes.’