Bruderschaft II, § 677

Urusvati weiß, dass sogar eine kleine Unpässlichkeit eines Heerführers einen entscheidenden Einfluss auf wichtige Ereignisse ausüben kann. Die Historiker nennen dies Zufall, doch in Wirklichkeit lassen sich viele Ursachen erkennen. Außer den verschiedenen menschlichen Einflüssen können besondere kosmische Bedingungen herrschen und, über allem, das unerbittliche Rad des Gesetzes. Man sollte nicht denken, dass ein besonders bedeutendes Ereignis ebenso große Einwirkungen erfordere. Es lässt sich sehen, dass das Schicksal eines Volkes von kleinen Umständen abhing. Solche Beobachtungen sind überaus aufschlussreich, da sie aufzeigen, dass die Wechselbeziehung der Dinge nicht von ihrem physischen Ausmaß, sondern von feinstofflichen Wechselbeziehungen bestimmt ist. Es ist besonders bedeutsam zu sehen, wie große Ereignisse des Harmagedon ihr Gleichgewicht in unwägbaren kosmischen Bedingungen haben. Es ist offensichtlich, wie gut das Karma diejenigen erreicht, die Ungerechtigkeiten vollbracht haben. Dabei lässt sich erkennen, wie gewunden die Wege des vollkommenen Gesetzes sind. Gewöhnlich erkennen die Menschen solche feinstofflichen Entsprechungen nicht an. Ihnen erscheint sogar die gerechteste Entscheidung als unzulässig, derart sind die überirdischen Bedingungen von den irdischen verschieden. Man muss jedoch die überaus komplizierten Aufspeicherungen, in denen sowohl die irdischen als auch die überirdischen Wechselbeziehungen zum Ausdruck kommen, in Betracht ziehen. Durch persönliche Vertiefung des Denkens lässt sich das erkennen. Niemand vermag dasjenige in Worten wiederzugeben, wohin nur das Gefühlswissen vordringen kann. Der Denker lehrte Seine Schüler, das Wesen der Ereignisse zu erkennen. Gewöhnlich ähnelt ihr Äußeres nicht ihrer inneren Bedeutung.

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