Bruderschaft II, § 55

Urusvati vermag Freude zu vermitteln. Solch eine Fähigkeit besteht in der Disziplin des Willens. Nicht durch Dinge, sondern aus der Überzeugung heraus erwächst das Bewusstsein der Freude. Es kann keinen Zustand geben, der sich nicht zur Freude wandeln ließe. Wenn Wir wiederholt von der Freude sprechen, so rufen Wir sie herbei als eine erhabene Realität. Man darf sich Unsere Wohnstatt nicht ohne Freude vorstellen. Die angespanntesten Schlachten sind mit Freude gesättigt; ohne sie wird es keine Tätigkeit geben. Doch wenn man die Bedeutung und den Wert der Freude für sich begriffen hat, wird dies eine Entscheidung für die Nutzung dieser bedeutenden physiologischen Grundlage bedingen. Unwissende machen Freude abhängig von einer gesunden Verdauung oder einem Erfolg im Leben. Die Freude jedoch lebt jenseits von Gesundheit und Erfolg. Sie kann selbst inmitten von Krankheit und unter Beschimpfungen existieren. Solch ein Gefühl wird nicht nur während vieler Lebenswechsel entwickelt, sondern auch bei einem weisen Aufenthalt in der Feinstofflichen Welt. Die Menschen überlasten sich mit Dingen, die nicht nur auf der Erde unnötig sind, sondern erst recht in der Feinstofflichen Welt. Jedes unnötige Ding wird bereits eine schwere Last sein. Doch ebenso unerträglich ist ein unvernünftiges Schaffen in der Feinstofflichen Welt. Man kann dort so viel Unheil anrichten, dass man hiervon in allen Leben verfolgt wird. Freude kann sich unmöglich entwickeln, wenn man viele schmutzige Anbindungen hinterherschleppt. Die Freude kann nur im Denken über die Zukunft leben, doch nicht in der Vergangenheit. Man muss verstehen, dass Wir die Freude als etwas Schöpferisches und Begeisterndes zu erläutern suchen. Freude wird ein zuverlässiger Magnet sein. Wir wollen, dass die Menschen verstehen, wo ihr Allheilmittel liegt. In Freude werden sie eine bessere und höhere Verbindung knüpfen können. In Freude werden sie unerschütterliche Mitarbeiter finden. In Freude werden sie wünschen, dass es der Welt gut ergehe. Wir können bestätigen, dass Verzagtheit die Schwelle Unserer Wohnstatt nicht überschreiten wird, denn dort lebt die Freude. Mögen die Menschen sich dessen erinnern, dass niemand sie ihrer Freude berauben kann. Sogar ein Apparat arbeitet besser, wenn wir ihn in freudiger Weise benutzen. Ausnahmslos alles kann verbessert werden, und nichts wird den Pfad der Vervollkommnung versperren können. Für Uns ist es ein Festtag, wenn Wir sehen, dass Unsere Mitarbeiter den Schild der Freude erkannt haben.

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