Bruderschaft II, § 252

Urusvati weiß, wie wenig die Menschen die Entstehung von Ereignissen wahrnehmen. Sie bemerken noch nicht einmal den Gipfelpunkt des sich Vollziehenden und geben sich allein mit den Folgen zufrieden. Ein feinfühliges Herz jedoch erzittert bei der Entstehung von Ereignissen. Es mag sein, dass man dann noch keine Worte dafür findet, aber der noch unaussprechbare Sinn erklingt bereits in der Tiefe des Herzens. Wenn Wir davon sprechen, dass ihr den Erfolg behaupten sollt, so wird man wahrscheinlich fragen, wo denn der Beweis sei. Die Menschen verstehen nicht, dass sich eine unsagbare, jedoch entscheidende Verbindung von Energien vollzogen hat. Das unerfahrene Auge vermag die ersten Schwingungen atmosphärischer Anspannungen nicht wahrzunehmen, noch wird das unwissende Ohr hören, wo eine Komprimierung von Kräften vor sich geht. Für die Menschen ist gar nichts passiert, alles steht auf seinem früheren verstaubten Platz. Wo denn hat sich etwas Bemerkenswertes vollzogen? Jeder wird auf seine ganz irdische Weise sagen, dass nichts geschehen sei. Er wird die besondere Anspannung ganz und gar nicht spüren können und zornig fragen, wo denn der feierlich verkündete Erfolg sei. Daher muss man äußerst vorsichtig über die Entstehung von Ereignissen sprechen. Nur ein erfahrenes Bewusstsein wird solche besonderen Erscheinungen erfassen. Man darf unmöglich erwarten, dass die Menschen über etwas in Jubel ausbrechen, was ihnen nicht offensichtlich ist. Fügen wir aber noch hinzu, dass vieles sich in Tagen guter Zeichen vollziehe, so wird endgültig niemand mehr etwas verstehen. Viel Aberglauben wird aufgenommen, wissenschaftliche Schlussfolgerungen jedoch werden oft verspottet. So sagen Wir heute – bestätigt den Erfolg. Der Denker wies darauf hin, dass ‘jeder Mensch ein Ereignis von Weltbedeutung mit einem Lächeln seines Herzens zu unterstützen vermag.’

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