Urusvati weiß, dass die Großen Lehrer mit den Tieren sprechen können. Das Beispiel des Großen Wanderers ist auch in dieser Hinsicht einzigartig. Man muss jedoch vernünftig an den Umgang mit dem Tierreich herangehen. Die Menschen können Tierlaute nicht verwenden und diese dennoch verstehen. Die psychische Energie kann direkt mit derselben Energie im Tier Verbindung aufnehmen und Verstehen erreichen. Vor allem ist das Fehlen von Furcht und Zorn auf beiden Seiten unerlässlich. Ebenso notwendig ist es, von aufrichtigem Wohlwollen erfüllt zu sein, wobei man sich nicht selbst belügen darf. Viele Feiglinge sind von ihrem Mut überzeugt, und die Bösesten verstellen sich als gut, womit es natürlich keine Annäherung an die Tiere gibt. Die natürlichste Verbindung zwischen den Welten ist verlorengegangen, da die Lebewesen das gegenseitige Vertrauen eingebüßt haben. Heute spricht man wie von einer seltenen Erscheinung, wenn zwei Tiere verschiedener Art zusammenleben können. Auch die Menschen nähern sich den Tieren nur mit Zweifeln. Woher also soll da gegenseitiges Verstehen erwachsen? Hätte man jedoch sehen können, wie der Große Lehrer sich den Tieren und Vögeln zuwandte, so hätte man sich von der Existenz der lebendigen Verbindung zwischen den Welten überzeugen können. Er konnte einen Vogel zu sich auf die Hand rufen und ihn in eine bestimmte Richtung wieder fortschicken. Er beruhigte ein beliebiges Tier nicht durch einen Zuruf, sondern durch Einflößen von Ruhe. In alten Überlieferungen wird davon gesprochen, dass kranke Tiere zum Lehrer kamen, um geheilt zu werden. Es ließen sich viele solcher Beispiele anführen, gerade der Lehrer besitzt das Recht, Tiere als jüngere Brüder zu bezeichnen. Doch in diesem freien Umgang existierten weder Vorsatz noch Sklaverei, sondern einfach nur Zusammenarbeit.