Urusvati weiß, wie vielgestaltig das Große Dienen ist. Gewöhnlich wird es gar nicht verstanden, doch sofern man es für möglich hält, stellt man es sich als eine Art klösterlicher Einförmigkeit vor. Indessen muss das Große Dienen auf alle irdischen Erfordernisse reagieren, und dafür muss der Dienende die Lebensverhältnisse kennen. Er darf den Unwissenden nicht kränken, muss den Verzweifelnden behutsam zu überzeugen suchen, und er muss verschiedene Arbeitsgebiete kennen, um entsprechende Anregungen geben zu können. Auf diese Weise muss das Dienen überall Nutzen tragen, und der Diener des Guten wird auch ein bedeutsames Wort finden, um in eine lichte Zukunft zu weisen. Lasst uns nicht meinen, solch eine Zukunft sei lediglich Maja. Besonders jetzt, an der Schwelle eines neuen Zeitalters, müssen wir alle verstehen, dass eine überaus lichtvolle Zukunft möglich ist, und dass allein das vom Menschen verursachte Böse einen möglichst raschen Beginn der lichtvollen Epoche verhindern kann. Man wird fragen, wie die Gefahr der Existenzbedrohung des ganzen Planeten mit der Möglichkeit der lichtvollen Epoche zu vereinbaren sei. Den Menschen ist die ganze Möglichkeit gegeben, in eine glückliche Epoche großer Entdeckungen einzutreten. Doch wenn der freie Wille sie von einer Fortentwicklung fernhält, können sie eine Katastrophe beliebigen Ausmaßes schaffen. So können die Menschen sich nicht beklagen, dass ihnen die herrliche Zukunft nicht aufgezeigt worden wäre. Nur der böse Wille kann die Völker zu einem planetaren Kataklysma treiben. Es ist unmöglich, die von zahllosen Möglichkeiten erfüllte Wahl zu ermessen, doch die Menschen sinnen am allerwenigsten darüber nach, wie man die verliehene Freiheit anwenden könnte. Wir beobachten erstaunliche Kontraste in der Denkweise der Menschen. Die Gelehrten schicken sich an, die Zukunft aufzubauen, ohne die über ihnen schwebenden Keulen der Wilden zu bemerken. So sendet Unsere Gemeinschaft unaufhörlich Warnungen aus, doch die Menschen lassen sie leichthin unbeobachtet und wollen die Gefahr nicht sehen. Möge irgendjemand ruhig die Unvernünftigen retten, nur aber nicht ihren illusorischen Aufbau stören. Jetzt ist eine schwere Zeit, da die Menschen die Zerstörung und den Krieg nicht bemerken, die in der Feinstofflichen Welt größte Verwirrungen verursachen.