Bruderschaft II, § 109

Urusvati weiß, wie behutsam man sich gegenüber der psychischen Energie verhalten muss. Es erscheint unverständlich, wie der Mensch sein Verhältnis gegenüber der uranfänglichen, alles durchdringenden Energie bemessen soll. Wird man sich nicht stolz als Hüter dieser unermesslichen, unbegrenzten Kraft achten? Trotz seines Unverständnisses wacht der Mensch über die uranfängliche Kraft. Es sind ihm Maßstäbe anvertraut, und er weiß genau, wann er dem von oben verliehenen Segen Gewalt antut. Der Missbrauch der uranfänglichen Energie ist mit der Wirkung des Alkohols verglichen worden, der in kleinen Dosen bei Krankheiten wohltuend sein kann, zerstörerisch jedoch ist bei Missbrauch. So kann auch die psychische Energie ein Segen sein wie gleichfalls zerstörerisch wirken. Nur ein erweitertes Bewusstsein wird verstehen, in welchem Maße man aus der Quelle der Energie schöpfen kann, ohne die Harmonie zu stören. Die Menschen meinen, sich unbegrenzt der schönen Energie bedienen zu können, aber sie vergessen die Gesetze des Aufbaus, die Möglichkeiten gewähren, aber auch gleichzeitig Grenzen errichten. Der Gesegnete selbst gebot den Mittelweg, auf dem echte Behutsamkeit gegenüber der uranfänglichen Energie bewiesen wird. Unsere Gemeinschaft lebt nach dem Gesetz des mittleren Weges. Jeder, der an Unsere Gemeinschaft zu denken wünscht, muss sich fragen, ob er die Schönheit des mittleren Weges versteht. Niemals werden Zerstörung und Unordnung in den Bereich des mittleren Weges eingehen. Das Fundament ruht auf dem Besten, auf den Besten für das Beste. So führt der Mittelweg die Besten auf dem besten Arbeitsfeld. Gerade die Arbeit wird die Grenzen der Harmonie nicht überschreiten und wird sich so der Grundlage der Feinstofflichen Welt nähern. Urusvati hat die Massen in der Feinstofflichen Welt gesehen. Nicht in diesen Schichten wohnen Jene, von Denen Wir sprechen. Man muss aber die verschiedenen Schichten kennen. Man muss erkennen, wovon die Erde umgeben ist. So wird man rascher verstehen können, weshalb Wir in einem ständigen Kampfe stehen.

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