Bei der Gedankenübertragung auf Entfernung wendet man die Methode der Einheitlichkeit an. In zwei in gleicher Farbe ausgemalten Räumen, am besten in Grün, erklingt ein einheitlicher Ton und beide Räume werden auch mit dem gleichen Duft erfüllt. Diese Einzelheiten haben zweifellos Bedeutung, sie sind aber nur Hilfsmittel. Die Gedankenkraft hängt von der Ruhe und dem Streben des Herzens ab. Daran sollte immer gedacht werden, denn die Menschen verlegen den Willen meist ins Gehirn. Gehirnsendungen können jedoch im Raum durch einen noch stärkeren Strom unterbrochen werden. Im allgemeinen bedarf es neben dem Willen und der Gedankensendung auch der feinsten Aufnahmefähigkeit. Einen Gedanken von gelegentlichen Schwankungen klar zu trennen ist an sich schon eine hohe Disziplin. In der Bruderschaft findet diese Läuterung des Denkens starke Beachtung. Spricht man von der Bruderschaft, so ist es unvermeidbar, mit Gedankensendungen in Berührung zu kommen. Angefangen von kleinen bis zu großen Aufgaben kann Gedankenarbeit funktionieren, für den Erfolg ist besonders die Disziplin des Herzens erforderlich. Jedes Herz ist von Ängstlichkeit, Erregungen und Beben umgeben. Diese Erschütterungen müssen durch Hinwendung zur Hierarchie überwunden werden, aber nicht halbhaft sondern gänzlich; eine derartige Hinwendung ist jedoch selten. Für einfachste Experimente ist jedoch bereits ein unerschütterliches Streben erforderlich. Gewöhnlich wird man bei der Läuterung der Gedanken von einem ganzen Schwarm lästiger Gedanken gestört. Diese müssen durch brüderliche Einigkeit überwunden werden.