Bruderschaft I, § 518

Will jemand ein Saiteninstrument beschädigen, schlägt er böswillig in die Saiten, zerreißt sie, so dass das Instrument in völliger Unordnung ist. Geschieht nicht das gleiche, wenn der Arbeitsrhythmus durch eine feindliche Kraft gestört wird? Nur wahre Schaffende verstehen die Bedeutung des Rhythmus; sie wissen, wie schwierig dieser zu erreichen ist. Ihn zu stören, gleicht manchmal einem Mord oder einer Vergiftung. Die Hand des Feindes streckt sich aus, um diese feinsten Errungenschaften des Menschen zu stören. Die Unwissenden werden sagen, dass Saiten leicht ersetzt werden können. Der Musiker aber wählt selbst die normalen Saiten sehr sorgfältig aus. Der Aufbau des Arbeitsrhythmus ist weitaus feiner. Diese Zerstörung kann nicht wieder gutgemacht werden. Die Bruderschaft bemüht sich besonders, die Arbeit in ihrem besten Rhythmus zu bewahren. Ebenso sollten die Menschen in allen Gemeinschaften lernen, die Arbeit auf Gegenseitigkeit zu hüten; darin wird ein hohes Maß gegenseitiger Achtung zum Ausdruck kommen.

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