Kennt der Mensch das Ausmaß seines Handelns? Kann der Mensch durch sein Handeln Gutes oder Böses entstehen lassen, solange menschliches Denken in irdischen Fesseln verharrt? Fürwahr, der Mensch kennt die Reichweite seines Schaffens nicht. Nur der Gedanke an das überirdische, unbegrenzte Dasein kann das Bewusstsein aus dem Kerker befreien, aber nach menschlichem Verständnis ist es schwierig, das Überirdische mit dem Irdischen in Wechselbeziehung zu bringen. Wer kann frei bleiben von der Not durch täuschende Widersprüche? Wer wird die Tatsache annehmen ‘je höher, desto schwieriger’? Wer wird darüber stöhnen, dass die Annäherung an das Schöne nicht leicht ist? Wahrlich, Erleuchtung kann augenblicklich erfolgen, aber das heißt nicht, dass der weitere Pfad leicht sein wird. Im gewöhnlichen, menschlichen Sinn erleichtert der Mensch mit der Erkenntnis seinen Pfad bereits, aber das muss genau erklärt werden. Erkenntnis enthüllt den Pfad, es wäre jedoch kleinmütig, eine Erleichterung des Pfades vorauszusetzen. Jede Freude schafft neue Sorge, damit wächst die Schwierigkeit der Wahrnehmungen. Wenn die Menschen von der Feinstofflichen Welt sprechen, freuen sie sich, dass dort der Gedanke die einzige Bewegungskraft ist. Darüber zu sprechen ist wirklich nicht schwierig, aber ist es leicht, mittels des Gedankens zu wirken? Für dieses Wirken muss man denken können. Man muss den Denkprozess liebgewinnen. Bei jeder Tätigkeit muss für die Gedankenpflege Zeit aufgebracht werden. Außerdem muss man den Gedanken der Ichsucht von dem an das Allgemeinwohl unterscheiden können.