Bruderschaft I, § 463

Man wird anführen, dass viele Gemeinschaften und Bruderschaften sich auflösten, aber nicht jene, von denen Wir sprechen. Darüber hinaus könnten sie an einen anderen Ort verlegt worden sein, für das Auge eines Fremden aber könnte es scheinen, als lösten sie sich auf! Wissen die Menschen viel über das Leben im Nachbarhaus, noch weniger von dem, was sie nicht wissen sollen? Jeder kann sich an bedeutendste Ereignisse in seinem Leben erinnern, von denen niemand wusste. Besonders, wenn sie von fernen Gedanken übermittelt werden. Wer könnte von ihnen erfahren? Freilich, der Gedanke kann abgefangen werden, aber da müssen besondere Verhältnisse herrschen. Wird ein Gedanke mit besonderer Klarheit einer bestimmten Person zugesandt, wird er ihre Aura unbeirrbar berühren. Auf diese Weise können durch die Gedankenkraft Gemeinschaften zusammengehalten werden. Aber manche fürchten Gedanken so sehr, dass sie alles auf diesem Gebiet ablehnen. Diese Menschen sollten nicht herbeigezogen werden, ihr Nahen endet mit Verrat. Öfter als einmal sind Gemeinschaften verlegt worden, um sich von unerwünschten Menschen zu befreien. Die Auflösung einer Gemeinschaft anzukündigen, ist leichter als jene, die Schaden zufügen, aufzudecken. Von diesem Standpunkt aus kann man leichter begreifen, warum die Bruderschaft sich an einem unzugänglichen Ort niederließ. Deshalb wird auch jeder, der von der Bruderschaft weiß, seine Mitteilungen mit Bedacht weitergeben. Die Menschen können es nicht ertragen, wenn sie nicht verstehen können. Dieses Verstehen aber wird langsam aufgeschichtet. Sehr selten ist der Kelch bis zum Rand gefüllt. Der Kelch als Zentrum der Synthese bewahrt als Wichtigstes unbeschreibliche Aufspeicherungen.

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