Wie Ich über das Verhältnis des Neuen zum Alten gesprochen habe, so spreche Ich auch über die Wechselwirkung des Inneren und Äußeren. Einst lehrte man die Menschen Lüge und Scheinheiligkeit und spendete Lob für Unaufrichtigkeit, jetzt aber wurden diese Themen abgeschafft, weil sie zu angeborenen Eigenschaften wurden. Fürwahr, man muss die unheilvolle Misshelligkeit von Innerem und Äußerem beachten. Kann man bei solch zersetzendem Missklang eine besondere Beherrschung der erhabenen Energie erwarten? Die Menschen gelangen in einen derart trägen Zustand, dass sie sich gar nicht vorstellen können, dass Freund und Feind in dauerndem Kampf in ihnen leben. Man kann keine Macht besitzen, wenn das Gesicht eine Maske trägt und sich im Herzen ein Dolch verbirgt. Es gibt keinen gedeihlichen Fortschritt, wenn sich der ganze Organismus dauernd in einem zwieträchtigen Zustand befindet. Wir haben von Einheit gesprochen, damit sie jeder nicht nur im Verhalten zu seinem Nächsten, sondern auch in sich selbst versteht. Innere Uneinigkeit ist zersetzend und selbstverzehrend. In den Gesprächen über die Bruderschaft wird nicht ohne Grund so oft zur Einigkeit aufgerufen. Die Bedeutung dieser Eigenschaft muss gründlich verstanden werden.