Um den Begriff Vergebung hat sich viel Unverständnis angesammelt. Wer jemandem vergeben hat, meint, er hätte etwas Außergewöhnliches vollbracht, dabei hat er nur sein Karma vor Erschwernis bewahrt. Der, dem vergeben wurde, denkt, dass alles getilgt sei, das Karma jedoch bleibt bestehen. Freilich, derjenige, der vergibt, mischt sich in das Karma dessen, dem er vergibt, nicht ein und erschwert es somit auch nicht, aber das Karmagesetz bleibt für beide geltend. Die Herren des Karmas können dies bis zu einem bestimmten Grad ändern, wenn das Feuer der Läuterung hell auflodert, doch diese Flamme kann nicht leicht entzündet werden. Zur Entfachung des Feuers sind große Opfer gebracht worden. Das Gedenken an solch aufopfernde Taten muss man würdigen. Schönheit lebt in solchen Rufen. Weder Zeit noch menschliche Wirren können die Rufe der Selbstaufopferung ersticken. Die Bündnisse der Bruderschaft besagen dasselbe. Es ist schön, wenn durch Zeitalter bestehende Begriffe auch jetzt nicht vergessen werden. Weisen wir selbst geringes Verständnis für den überirdischen Pfad nicht zurück.