Bruderschaft I, § 429

Selbst im Verlauf eines kurzen menschlichen Lebens kann man das Verschwinden und das Auftauchen von Inseln, die Verlagerung von Seen und Flüssen, das Verlöschen und Entstehen von Vulkanen beobachten. Man kann ein ständiges Vordringen oder Zurücktreten von Ufergrenzen sehen. Niemand kann behaupten, dass sich die Planetenkruste im Verlauf mehrerer Dekaden nicht verändert hätte. Nun, wenn ihr, nach einem halben Jahrhundert, das Zurückgehen der euch bekannten Ufer in Betracht zieht und es über Hunderte von Millionen Jahren des Bestehens des Planeten verlängert, könnt ihr sehen, welch ungeheure Veränderungen es gegeben haben könnte. Die Menschen mögen diese bekannten Ziffern erfahren und den Zustandswechsel auf dem Planeten bewundern. Diese Beweise sind für unvernünftige Menschen sehr nützlich. Sogar bis jetzt werden die frühen Perioden bezweifelt, denn die Menschen denken nicht an Hunderte von Millionenjahren; diese Berechnungen werden von den Entstellern alter Symbole verboten. Aber die junge Generation sollte den großen Aufgaben gegenübergestellt werden. Der Fortschritt wird die Grundlage sein. Möge sich unser Planet in seiner gewaltigen Bewegung in einen kleinen Globus verwandeln; ängstigen wir uns nicht davor, uns im Wirbel der Unbegrenztheit vorzufinden. Auch dann wird sich der Begriff Bruderschaft als fester Anker erweisen.

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