Bruderschaft I, § 351

Ein Sonnenstrahl deckt sogar in der reinsten Luft Staub auf. Diese Sättigung ist mit bloßem Auge unwahrnehmbar. Weit stärker kann man mittels feinstofflicher Sehkraft beobachten. Man kann sich wirklich daran gewöhnen, die Sättigung im Raum zu erkennen. Ein armseliges Bewusstsein gibt sich mit trügerischer Leere zufrieden, aber aus dieser Leere wird die Bewusstseinsleere geboren. Menschen, die in der Leere leben, werden verantwortungslos, aber jede Verantwortungslosigkeit ist Lüge. Ein Leben in Lüge ist Liebdienerei vor der Finsternis. Möge das einfachste Mikroskop uns erkennen helfen, dass der Raum erfüllt ist. Er ist stark angefüllt. Es ist lehrreich zu beobachten, dass die winzigsten Mikroorganismen mit der Feinstofflichen Welt in Verbindung sind. Der stärkste Kampf vollzieht sich für die Reinigung des Raumes. Diese fast unwahrnehmbaren Zusammenstöße führen zu ernstem Aufruhr. Der Mikrokosmos kämpft mit dem Makrokosmos. Diese Gegenüberstellung klingt unglaubwürdig, jedoch ebenso mysteriös ist die Grenzlinie zwischen dem Geoffenbarten und dem Chaos.

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