Bruderschaft I, § 282

In der Bruderschaft arbeitet jeder, so viel er kann. Jeder hilft gemäß seinen Kräften; keiner verurteilt in seinem Herzen; jeder bestätigt Wissen nach seiner Erfahrung; keiner vergeudet die Zeit, denn sie ist unwiederbringlich; jeder ist bereit, seine Kräfte für den Bruder aufzubieten; jeder entfaltet die beste Eigenschaft; jeder freut sich über den Erfolg des Bruders. Sind denn diese Grundsätze so schwierig? Sind sie denn übernatürlich? Übersteigen sie denn die menschliche Kraft? Erfordern sie ein Übermaß an Wissen? Kann es sein, dass nur Helden die Einigkeit begreifen? Gerade um des Verständnisses willen wurden Beispiele der besten Menschen angeführt, die auf verschiedenen Arbeitsgebieten als Arzt, Schuhmacher, Weber, Schlächter ein besseres Denken einbrachten. Bei weitem über dem Werk des Mannes steht die Offenbarung der Frau. Sie führt, sie inspiriert, sie geleitet auf allen Wegen und bietet ein Beispiel der Synthese. Es ist erstaunlich, wie rasch sie in jedes Gebiet eindringt. Von der Erde zu den fernen Welten webt sie erfolgreich Schwingen des Lichts. Sie versteht es, den Kelch in verschiedenen Atmosphären zu hüten. Wenn Wir über Zusammenarbeit sprechen, verweisen Wir immer auf die Heldentat der Frau. Die Domäne der Bruderschaft ist das Feld der Zusammenarbeit.

‹ § 281 · Inhaltsverzeichnis · § 283 ›