Bruderschaft I, § 26

Der Anruf an die Bruderschaft bleibt nicht unbeantwortet, aber die Antworten sind verschieden. Die Menschen sind von ihren Ausdrücken so sehr eingekreist, dass sie keine anderen Zeichen wahrnehmen. Außerdem können die Menschen die Hinweise und Warnungen, die sich zuweilen in einem einfachen Wort und in einem Funken verbergen, nicht verstehen. Sie wollen nicht über die Gründe für diese Kürze nachdenken. Sogar sehr belesene Gelehrte erinnern sich nicht an das Karmagesetz. Einen von einer Gefahr bedrohten Vorübergehenden aber warnen die Menschen mit einem kurzen Aufschrei, ohne ihn über sein Missgeschick lange zu belehren. Ebenso kann man in Sachen karmischer Auswirkungen gewöhnlich mit einem kurzen Ausruf warnen, ohne auf das Karma näher einzugehen. Jeder hatte häufig Gelegenheit, sich zu überzeugen, dass ihn die Antwort der Bruderschaft durch sehr unbedeutende äußere Zeichen erreichte. Man kann kühn behaupten, dass die meisten Hinweise entweder dem Bewusstsein entgleiten oder unrichtig gedeutet werden. Diese falschen Deutungen sind besonders in den Händen gedankenloser Menschen sehr gefährlich, weil sie die Weisungen ihrer augenblicklichen Geistesverfassung unterwerfen. Es gibt viele Beispiele, wonach die Unwissenden wichtige Zeichen völlig entgegengesetzt deuteten. Die Menschen legen die Briefe ihren irdischen Gewohnheiten gemäß, oft auf ihre Weise aus, ohne über den genauen Wortlaut nachzudenken – diese herkömmlichen, egoistischen Praktiken sind auf dem Pfad zur Bruderschaft abzulehnen.

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