Bruderschaft I, § 238

Viele Lehren verbieten jegliches Töten. Dennoch blieb unausgesprochen, wie es sich mit dem Töten der winzigsten, unsichtbaren Geschöpfe verhält? Man meinte das vorsätzliche, dem bösen Willen entspringende Töten, andernfalls würde der Mensch mit jedem Atemzug zum Mörder. Das Bewusstsein kann einem eingeben, wo die Grenze liegt. Das fühlende Herz wird den Menschen vor dem Töten bewahren. Sogar ein sinnlos abgerissenes Zweiglein wollen wir zum Tempel tragen, anders gesagt, mitfühlen. Dasselbe Gefühl flüstert uns zu, uns vor dem Töten zu hüten.

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