Ein Künstler wurde einst beauftragt, den Glauben symbolisch darzustellen. Er stellte eine unerbittliche menschliche Gestalt dar. Das zum Himmel erhobene Gesicht vermittelte einen Ausdruck ungebrochenen Strebens; der Blick erstrahlte im feurigen Glanz. Es war eine erhabene Erscheinung, jedoch aus den Falten des Kleides schlängelte sich gleichsam ein schwarzes Schlänglein. Als man den Künstler fragte, welchen Sinn diese das herrliche Bild entehrende schwarze Beigabe ergeben solle, sagte er: ‘Es ist das Schwänzchen Argwohn.’ Der Sinn ist, dass sich sogar auf einer Stufe strengen Glaubens ein schwarzes Schwänzchen des Argwohns einschleichen kann. Denken wir an eine Giftschlange, wieviel Gift wird von diesen kleinen Schlangen verspritzt! Der strahlendste Glaube wird durch einen Gifttropfen unwirksam. Über die starke Glaubenskraft ist viel gesagt worden, aber es muss hinzugefügt werden, dass sie völlig giftfrei sein muss.