Bruderschaft I, § 175

Der Große Dienst hat überall viel Missverständnis hervorgerufen. Für die Menschen gilt er für gewöhnlich als etwas Unerreichbares. Sie hoffen, der Verantwortung für diesen Dienst entrinnen zu können. Denken wir aber an bestimmte große Diener. Lasst uns sehen, ob Sie unnahbare Übermenschen waren. Pythagoras, Plato, Böhme, Paracelsus und Thomas Vaughan waren Menschen, die ihr Geisteslicht im Leben unter einem Hagel von Unverständnis und Beschimpfung ihren Mitmenschen vermittelten. Es konnte sich ihnen zwar jeder nahen, aber den überirdischen Glanz ihrer irdischen Gestalt konnten nur wenige erkennen. Man kann große Diener von Ost und West, Nord und Süd nennen. Man kann ihre Lebensbeschreibung lesen; überall jedoch werden wir fühlen, dass der überirdische Glanz im Laufe von Jahrhunderten selten erscheint. Man sollte aus der Wirklichkeit lernen. Mit den Verleumdern des Plato und den Verfolgern des Konfuzius wollen wir uns nicht verbinden. Diese Geistesführer wurden von Bürgern, die als der Stolz des Landes galten, unterdrückt. Auf diese Weise hat die Welt die Hand gegen die Großen Diener erhoben. Seid versichert, dass die von Pythagoras begründete Bruderschaft in den Augen der Stadtwache als gefährlich galt. Paracelsus war eine Zielscheibe für Bosheit und Spott. Thomas Vaughan galt gleichsam als Ausgestoßener, und nur wenige wollten ihm begegnen. Auf diese Weise zeigte sich die Herrschaft der Finsternis; denn auch die Finsternis hat ihre Gesetze. Die Finsteren beobachten einen gefährlichen Großen Dienst sehr aufmerksam. Lasst uns Beispiele aus der Vergangenheit im ganzen Leben anwenden.

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