Bruderschaft I, § 152

Die im Bewusstseinsinnern verankerte Aufspeicherung infolge der sich über viele Leben erstreckenden Beobachtungen werden ‘schlummernde Weisheit’ genannt. Man könnte durch Studium Experimente durchführen, wann der Mensch aus dem Speicher seines Wissens schöpft. Man könnte einen Vergleich mit dem in mehreren Generationen zutage tretenden Atavismus anstellen. Auf diese Weise lassen sich die erblichen Rassenspuren verfolgen. Aber über seine geistige Wanderung speichert der Mensch seine im Bewusstsein behütete eigene Last. Es ist lehrreich zu verfolgen, dass sich von klein auf bereits Neigungen und Wissenserwerb bekunden. Diese lassen sich auf keine andere Weise erklären als durch Aufspeicherungen. Diese individuellen Neigungen zu beachten, ist insofern wichtig, als sie auf Begabungen hinweisen können, die später infolge falscher Erziehung Schaden nehmen könnten. Schlummernde Weisheit ist bereits im frühen Altertum bemerkt worden, als Fragen der geistigen Wiedergeburt feinfühlend verstanden wurden. Der intellektuelle Fortschritt wirkte sich verderblich aus und erschwerte die Entwicklung der im Menschen verborgenen Kräfte.

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